Barrierefreiheit

Barrierefreiheit und Sicherheit bilden den Roten Faden, der sich durch die Konstruktion des Segelschiffes „Wappen von Ueckermünde“ zieht. Die Umsetzungen in den verschiedenen Schiffsbereichen finden Sie hier:

An Bord kommen

Rollisegler-Barrierefreiheit-GangwayÜber eine befahrbare Rollrampe geht es an Bord des Rolliseglers. Sollte das Gefälle der Rampe zu groß werden, befinden sich jeweils an der Steuerbord- und Backbordseite des Schiffes die so genannten Davids (Kräne) mit Winden, die zum Personentransport zugelassen sind und mit Hilfe derer auch mobilitätseingeschränkte Personen an und von Bord des Schiffes gelangen können. Die Steuerbordwinde ist als Handwinde ausgelegt, die Backbordwinde ist eine Elektrowinde und kann vom Benutzer selbst bedient werden. Diese beiden Winden können im Notfall auch zum Absetzen der beeinträchtigten Personen in die Rettungsflöße eingesetzt werden.


An Deck

Rollisegler-Barrierefreiheit-Segel1Besonders auffällig an der „Wappen von Ueckermünde“ ist die Segelführung. Die Segel des Schiffes, werden alle ohne Bäume gefahren. Möglich wird dies unter anderem durch die Spreiz-Gaffel-Takelung des Groß- und Besansegels. Somit wird verhindert, dass umschlagende Bäume bei einer Wende Rollstuhlfahrer treffen. Außerdem können die Segel so bis auf das Deck fallen und unter anderem vom Rollstuhlfahrer selbst zusammengepackt werden.

Ein weiteres Merkmal für die Barrierefreiheit an Bord ist eine besonders hohe, schiffsumlaufende Reling in Höhe von einem Meter. Der Bereich am Außensteuerstand hat eine Relingshöhe von 0,75m, da dieser sowohl innenliegend, als auch etwas erhöht ist. Jeder Rollstuhlfahrer bekommt einen eigenen Lifebelt, der die Sicherung an Deck bei stärkerem Seegang gewährleistet. Zusätzlich gibt es einen weiteren Lifebelt, um den Rollstuhl ebenfalls auf dem Schiff zu sichern.

Im Ruderhaus befindet sich der Innenfahrstand, der auch mit dem Rollstuhl erreichbar ist. Ebenso ist der Platz für die Navigationselektronik unterfahrbar, sodass Radar, Kartenplotter, Log, Lot, GPS, Kompass sowie der Windmesser bedient werden können. Ein unterfahrbarer Kartentisch ermöglicht die klassische Navigation mit der Seekarte.


Unter Deck

Rollisegler-Barrierefreiheit-LiftZwei voneinander unabhängige Niedergänge führen in die Unterdecksebene. Sie können als Treppe oder mittels eines Treppenlifts für einen Rollstuhl zum Transport von der Unterdecksebene zur Oberdecksebene genutzt werden.

Die Treppenlifte sind elektrisch betriebene Plattformen für einen Standardrollstuhl (Rollstühle bis 63cm Gesamtbreite), welche vom Rollstuhlfahrer selbst bedient werden können.

Auf der Plattform wird der Rollstuhl mechanisch gegen Abrollen und entgegen der Schwankungen der Schiffsbewegungen gesichert. Personen werden auf der Plattform durch einen vorderen klappbaren Sicherheitsbügel vor dem Herunterfallen aus dem Rollstuhl geschützt. Die Lifte sind erst nach Betätigung des Sicherheitsbügels betriebsbereit. Die seitliche Sicherung ist durch die beiden Seitenwände des Treppenschachtes gegeben.


Dusch- und Toilettenkombination

Rollisegler-WC-VorschiffAn Bord befinden sich zwei Dusch- und Toilettenkombinationen. Die Duschen sind mit einer ebenerdigen Duschwanne und einer im gleichen Raum befindlichen Toilette ausgestattet. Die Sanitärkombination sind für Rollstuhlfahrer befahrbar. Alternativ kann mittels eines Liftsystems,welches an einer Deckenschiene in den Sanitärraum führt, der Zugang zum Dusch- bzw. Toilettensitz realisiert werden.


Kombüse und Pantry

Rollisegler-PantryIn der Kombüse und Pantry sind zwei Ceran- sowie zwei Magnetkochfelder, für Rollstuhlfahrer bedienbar, eingebaut. Ein Backofen sowie ein Kühlschrank  auf Augenhöhe und eine Arbeitsplatte mit Spüle ergänzen die Einrichtung.


Rollstühle

Sollte ihr eigener Rollstuhl eine Gesamtbreite von 63 Zentimetern überschreiten, halten wir auf unserem Segler bordeigene Rollstühle bereit. Unser Treppenlift lässt leider keine breiteren Rollstühle unter Deck fahren.